


























Schon mit 44 Jahren enteilte Martin Kippenberger dieser Welt. Das Enfant Terrible der Kunstszene, einer der prominentesten deutschen Maler, bekannt für bärbeißige Provokationen und künstlerischem Output im hohen Maße,
starb 1997 an den Folgen seines Alkoholkonsums.
1978 siedelte Kippenberger nach Berlin um, eröffnete mit seiner zukünftigen Galeristin Gisela Capitain ”Kippenbergers Büro“ und übernahm als Geschäftsführer den legendären Veranstaltungsort ”SO36“, wo unter seiner Regie Bands wie The Red Krayola, Scritti Politti, Kleenex oder Kevin Coyne das Berliner Punkpublikum verunsicherten. Mit seiner eigenen Band „Luxus“ (u.a. mit Christine Hahn von Malaria) veröffentlichte er 1979 eine Single, die nur in homöopathischer Auflage erhältlich war. In den darauf folgenden Jahren kam es immer wieder zu kleinen Single-Veröffentlichungen, u.a. mit Malerkollege Albert Oehlen. Kippenbergers Leidenschaft war der Swing, großer pompöser Bigbandjazz, der sich auch auf der Veröffentlichung des „Golden Kot Quartetts“ wieder findet, bei dem Kippenberger als Schlagzeuger aufgelistet wird. „Yuppi Du“ zeigt seinen dadaistischen Humor, die Versionen von „Ja, Ja, Ja, Nee, Nee, Nee“. sind eine humorvolle Verneigung vor Joseph Beuys.
Edition Kröthenhayn veröffentlicht nun auf CD und Vinyl das der Nachwelt erhaltene musikalische Werk Kippenbergers und seinen Freunden. 60 Minuten Musik: Jazz, Krach und Obskures. Eine limitierte (1000 Expl.) handnummerierte 10“ Vinylbox mit 3 Schallplatten und 36-seitigem Buch, sowie ebenfalls limitiert, eine CD Box mit 72-seitigem Buch, beides in Stülpschachtel und Banderole, hochwertig luxuriöse Buchbinderarbeit! Texte von Max Dax (Spex), Wolfgang Müller (Die Tödliche Doris) und Frieder Butzmann, sowie viele ungesehene Fotos.
Veröffentlichung steht im Juli 2010 bei der Edition Kröthenhayn an.

